BlogDie Frauen der Psychedelika – Maria Sabina
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Die Frauen der Psychedelika – Maria Sabina

29-11-2015

Wenn Du selbst ein Psychonaut bist oder dich zumindest ein bisschen mit der psychedelischen Szene auskennst, werden dir die Namen Hofmann, McKenna, Leary und Grof sicher etwas sagen. Jeder von ihnen ist auf seine eigene Art ein Pionier wenn es um Psychedelika geht.

Aber wo sind die Frauen in der psychedelischen Bewegung? Es sieht so aus als wären sie nicht so geneigt, um ins Lampenlicht zu treten. Und deshalb wollen wir in dieser Reihe von Artikeln einige der bemerkenswertesten weiblichen Pioniere vorstellen.

Im heutigen ersten Teil widmen wir uns einer Heilerin namens María Sabina.

María Sabina (1894 – 1985)

Manche nennen sie heilige Mutter der heiligen Pilze, aber wir werden dir vergeben, falls Du noch nie von ihr gehört hast. Sie war nicht auf der Suche nach Ruhm oder die Welt von den Vorteilen von Psychedelika zu überzeugen.

María Sabina war eine Heilerin der Mazateken (Schamanin) und lebte in einer kleinen Hütte in Huautla de Jimenez, einem Dorf im Süden Mexikos. Ihre Heilpraktiken basierten auf verschiedenen Sorten von Psilocybin Pilzen. In ihrem Dorf wurde María als "sabia" (die Weise) gepriesen. Jahrzehntelang führte sie ihre Heilkünste aus und zig Kranke und leidende Menschen suchten ihre Hilfe.

Sie war vor allem die erste Schamanin, die es westlichen Besuchern erlaubte an der „velada“ teilzunehmen, einem Reinigungsritual der Mazateken, bei dem Psilocybin Pilze eingesetzt werden. Im Jahr 1955 war es der Ethnomykologe Robert Gordon Wasson, der erstmals teilnehmen durfte. Er schrieb später den berühmten Artikel im Life Magazine „Seeking the Magic Mushroom“. Dieser Artikel führte den Rest der Welt in die Existenz von „Magic Mushrooms“ ein.

Robert Gordon Wasson mit Maria Sabina beim Vorbereiten von PilzenRobert Gordon Wasson und Doña Maria Sabina.

Wasson beschrieb María als "Frau ohne Makel, tadellos, jemand, der seine Berufung niemals geschändet habe, um böse Dingen zu tun... [eine Frau] mit seltener moralischer und spiritueller Kraft, eine Künstlerin mit Herrschaft über das Handwerk ihrer Berufung." (Wasson, 1980)

Die Ankunft der Fremden

Wasson versuchte ihre Identität zu verbergen, indem er ihr das Pseudonym „Eva Mendez“ gab, jedoch fand der Westen sie bald und sie zahlte einen hohen Preis für das Teilen ihrer heiligen Zeremonie. Im Jahr 1960 wussten Touristen, die auf der Suche nach Nervenkitzel waren, wo sie zu finden war. Zuerst wies sie niemanden ab, aber ihre reinen Absichten, die Pilze nur für Heilzwecke zu verwenden, gingen unter den Besuchern verloren.

María Sabina erkannte, dass die Zeremonie der „velada“ für die westlichen Besucher keine Bedeutung hatte und sie ausschliesslich auf der Suche nach einem lustigen, bewusstseinserweiternden Trip waren. Der Mangel an Respekt für ihre Tradition, enttäuschte sie sehr:

"Vor Wasson nahm niemand die heiligen Kinder ein, um einfach Gott zu finden. Sie wurden immer eingenommen, um die Kranken zu heilen. (…) Sie verloren ihre Kraft, die Fremden plünderten sie."

Später stimmte Wasson zu, dass „die Pilze, seit der Ankunft des weisses Mannes, um sie zu suchen, ihre Wirkung verloren haben“.



Verlorene Magie?

Wir schulden der Bereitschaft von María Sabina, R. Gordon Wasson die „velada“ erfahren zu lassen, viel. Ohne sie wäre wahrscheinlich auch Azarius nicht das was es ist. Es gibt natürlich Gründe dafür, dass Mushrooms unser Logo zieren.

Und trotzdem fragen wir uns, wenn wir ihre Geschichte hören, ob „die Bewegung“ immer eine gute Sache war. Sabina sah sich selbst nicht als Psychonautin. Obwohl wir sie ehren, ist es ironisch, dass sie wahrscheinlich den Verkauf von Magic Mushrooms in Frage stellen würde und als hedonistisch ansehen würde.

Etwas das eigentlich magisch war, hat jetzt seine ursprüngliche Kraft verloren. Vielleicht ein Anstoss?

In Teil zwei: Laura Huxley.

Quelle / Weiterlesen

Erowid – María Sabina. Saint Mother of the Sacred Mushrooms

www.imaginaria.org – „Seeking the Magic Mushroom“ von R. Gordon Wasson



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