BlogKeine Verbindung zwischen der Einnahme von Psychdelika und Psychosen
  • $

$ 0, -

0,00 $

Keine Verbindung zwischen der Einnahme von Psychdelika und Psychosen

27-03-2015

Zwei neue Studien zeigen wie Menschen, die Psychedelika einnehmen, keinem erhöhten Risiko für mentale Gesundheitsprobleme ausgesetzt sind. Im Gegenteil: Sie haben auf die gesamte Lebensdauer bezogen weniger Selbstmordgedanken und -versuche.

Klassische Psychedelika: LSD, Psilocybin und Meskalin

Beide Studien verwendeten Daten von umfangreichen Bevölkerungsumfragen in den USA. Die erste Studie wurde von den norwegischen Psychologen Pål-Ørjan Johansen und Teri Suzanne Krebs durchgeführt. Sie fanden heraus, dass 14% der 135.000 teilnehmenden Personen jemals eines der drei klassischen Psychedelika (LSD, Psilocybin und Meskalin) eingenommen haben.

Diese Gruppe stand nicht unter erhöhtem Risiko eines der 11 Kennzeichen für mentale Gesundheitsprobleme, wie Schizophrenie, Psychosen, Depression, Angststörungen und Selbstmordversuche zu entwickeln.

Zweite Studie

Die zweite Studie des Verhaltenspharmakologen Matthew Johnson der John Hopkins University in Baltimore, Maryland, verwendete Daten von 190.000 befragten Personen. Er fand heraus, dass die klassischen Psychedelika nicht mit negativen Auswirkungen auf die mentale Gesundheit in Verbindung stehen. Zusätzlich stellte sich heraus, dass Menschen, die LSD und Psilocybin eingenommen haben, auf die gesamte Lebensdauer bezogen, weniger Selbstmordgedanken und -versuchen ausgesetzt sind.

Der Mythos von Acid-Todesfällen wurde entlarvt

Die Studien entlarven den Mythos, dass Psychedelika zu Psychosen führen können. In den 1960er Jahren gab es weit verbreitete Berichte über sogenannte “Acid-Todesfälle” in den Nachrichten. Der Forscherin Krebs zufolge können Psychedelika trotzdem sehr intensiv auf die Psyche wirken.

Ihr Kollege Charles Grob, seit langem ein Befürworter der psychedelischen Therapie, hebt hervor, dass in individuellen Fällen Nebenwirkungen vorkommen können. Es kommt zwar sehr selten vor, aber manche Leute können Hallucinogen Persisting Perception Disorder (HPPD) entwickeln: einem „Trip“, der scheinbar niemals aufhört. Sie erfahren fortwährende Verzerrungen des Blickfeldes, schimmernde Lichter und verfärbte Punkte. Trotzdem kann diese Störung auch bei Menschen vorkommen, die niemals Psychedelika eingenommen haben.

Quelle

-Nature News



Bist Du über 18 Jahre?

Um unseren Webshop zu besuchen musst Du bestätigen, dass Du zumindest 18 Jahre alt bist.