BlogAzarius Experiences: Kambo Teil II
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Azarius Experiences: Kambo Teil II

05-02-2015

In der Reihe “Azarius Experiences” teilt einer der unbezähmbaren Azarius Mitarbeiter seine Erfahrung mit einer psychoaktiven Substanz oder einem Produkt, das mit einem psychonautischen bzw. Stone-Thema zu tun hat. Heute Kambo Teil II: Kambo schlägt zurück.

Meine erste Erfahrung mit Kambo hat etwas gemischte Gefühle hinterlassen. Nach der Zeremonie erfuhr ich einige wirklich positive Eindrücke. Trotzdem fühlte ich mich mehr als nur ein bisschen schlecht und in einer unbekannten Umgebung. Ich hatte also Vorbehalte gegenüber dem “Schamanen”. Er sang zwar wunderschön, aber er gab auch zu, dass er nur an ungefähr 20 Kambo Zeremonien teilgenommen hatte, bevor er beschloss den Sitzungen selbst vorzustehen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass ich kein echtes Training hatte und einfach einen anderen “Schamanen” kopierte, der selbst wahrscheinlich auch kein Training hatte. Ich wunderte mich was eine solche Zeremonie für einen Wert hatte, die mich fünfzig Euro kostet.

Mein Freund und ich hatten wenig Interesse an dem Ritual, aber wir wollten Kambo aufgrund seiner heilenden Wirkung noch einmal anwenden. Deshalb entschieden wir uns, es einfach im Internet zu bestellen. Innerhalb von einer Woche traf es ein. Für fünfzig Euro erhielten wir genug für zehn Sitzungen: hier konnten wir schon mal einiges sparen!

Phyllomedusa bicolor Kambo Frosch

Auf ins Abenteuer und zurück

Zwei Tage später waren wir bereit für das Abenteuer. Es stellte sich als schwieriger als erwartet heraus, denn ich traute mich nicht selbst Löcher in meine Haut zu brennen. Mein Freund probierte es zuerst.

Etwas erschrocken sah ich ihm dabei zu, wie er ohne Zögern Löcher in seinen Arm brannte. Dann war ich an der Reihe. Ich versuchte es mehrere Male, jedoch gab ich jedes mal schnell auf. Ich hatte Angst!

So ging es einige Zeit weiter. Letztendlich wurde mein Freund gereizt: Ich sollte nicht so viel jammern. Er begann demonstrativ das Kambo vorzubereiten. Ich verstand, dass ich zu viel herum jammerte und setzte den brennenden Stock an meinen Arm, um ihn sofort wieder zu lösen. Es schmerzte! Das Ergebnis war ein winzig kleines Loch.

Ich war wirklich entmutigt, trotzdem wollte ich es unbedingt tun. Deshalb biss ich die Zähne zusammen und versuchte es noch ein paar Mal. Das Ergebnis: zehn kleine Brandlöcher. Das sollte genug sein.

Anwenden des Kambo

Jetzt wollte mein Freund das Kambo anwenden, jedoch war die Substanz fest. Wie hatte der “Schaman” dies gemacht? War Kambo nicht flüssig? War die Substanz, die wir gekauft hatten, auch wirklich Kambo? Vielleicht war das Kambo abgelaufen und deshalb ausgehärtet?

Wir hatten keine Ahnung. Und jetzt war ich diejenige, die verärgert wurde: vielleicht hatte ich mich für nichts gequält! Mein Freund blieb ruhig und schlug im Internet nach. Die Antwort war einfach: man musste einfach etwas Wasser hinzufügen. Und tatsächlich verwandelte sich das Kambo in eine gelatineartige Substanz, genauso wie ich es schon zuvor gesehen hatte.

Wir trugen die Mischung auf die Brandstellen auf und warteten unruhig auf die Wirkung. Meinem Freund wurde es wie erwartet übel, aber er musste sich nicht übergeben. Ich jedoch fühlte nichts. Nach einer halben Stunden warten, hatte ich wirklich genug. 10 Brandwunden und viel Aufregung für nichts!

Mein Freund wusste genau was los war: Ich hatte mich zu viel zurück gehalten und deshalb waren meine Brandstellen zu klein. Er zeigte mir seinen Arm: so sollte es sein. Entsetzt sah ich die Brandstellen auf seiner Schulter, die wirklich viel grösser waren als meine. Ich entschloss, das nächste Mal stärker zu sein, aber für den Moment hatte ich genug.

Brennende Begierde

Zwei Wochen später wiederholten wir das Experiment. Ich sass auf der Couch, neben meinem Freund und dieses Mal überliess ich ihm das Verbrennen. Er ging kein Risiko ein und nach einer kurzen Folter hatte ich sechs grosse Brandwunden auf meinem Arm. Es schmerzte, aber ich war froh, dass ich es getan hatte. Jetzt konnte nichts mehr schief gehen.

Mein Freund wendete das Kambo an und das mir bekannte Gefühl von Wärme, Hitze, Schwitzen und Übelkeit überkam mich. Danach musste ich mich übergeben. Fünfzehn Minuten später lag ich erschöpft auf meinem Bett. So unheimlich es das erste Mal und schwierig es das zweite Mal war, das dritte Mal hatte wirklich seinen Reiz. Es schrie nach einer Wiederholung!

Wenn Du meine Geschichte liest, wirst Du dich vielleicht fragen, warum ich mir das alles antue. Die Antwort wird dich vielleicht überraschen: Ich habe eine chronische Krankheit, auf die die westliche Medizin keine Antwort hat. Wie viele Menschen in meiner Situation, begann ich mich auf die Suche nach Alternativen zu machen und fand über Kambo heraus. Ich glaube, dass Kambo viele heilende Eigenschaften besitzt.

Meine Erfahrung mit Kambo wird sicher nicht hiermit enden. Ich will Kambo 15 Tage hintereinander, in einer Sitzung pro Tag einnehmen. Das klingt vielleicht extrem, aber diese Art von Behandlung wird von den Schamanen aus dem Amazonas für Krankheiten, wie die meine, empfohlen. Letztendlich kann man auch wochenlang jeden Tag Antibiotika einnehmen. Wenn sich Kambo positiv auf mich auswirkt, werde ich es euch natürlich mitteilen. Das gleiche gilt für den Zeitpunkt an dem ich mich endlich traue mich selbst zu verbrennen ;).

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Lies mehr über Kambo in der Azarius Enzyklopädie.



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