BlogAzarius Experiences: Meine dritte Ayahuasca Zeremonie
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Azarius Experiences: Meine dritte Ayahuasca Zeremonie

21-05-2015

In der Reihe “Azarius Experiences” teilt einer der unbezähmbaren Azarius Mitarbeiter seine Erfahrung mit einer psychoaktiven Substanz oder einem Produkt, das mit einem psychonautischen bzw. Stone-Thema zu tun hat. Heute der dritte Teil über Ayahuasca:

Da meine ersten zwei Ayahuasca Erfahrungen (siehe hier und hier) nicht so gut ausgingen – hauptsächlich aufgrund fehlender Betreuung und schlechter Unterkunft – entschied ich mich dieses Mal für ein anderes Setting. Eine Zeremonie, die bekannt ist für ihre wunderschöne Musik sollte in Amsterdam stattfinden. Der Schamane war sogar spezialisiert in Klangheilungen. Das hörte sich sehr gut an.

Bleib im Kreis

Alle sollten während der Zeremonie in einem Kreis sitzen bleiben. Dadurch sollte zusammen Heilungsenergie generiert werden. Es waren drei Betreuer anwesend, die ein Auge auf die Teilnehmer warfen. Offensichtlich war dies eine ganz andere Umgebung als bei meinen vorhergehenden Abenteuern.

Die Zeremonie beginnt. Alle Teilnehmer trinken Ayahuasca. Dann fängt das Singen an: es ist wirklich wunderschön. Die wundervolle Musik bringt mich dennoch nicht davon ab, dass mir nach einer halben Stunde extrem schlecht wird. Viel schlimmer als die letzten beiden Male. Stolpernd versuche ich mich auf die Toilette zu begeben, aber auf halbem Weg wird plötzlich alles schwarz vor meinen Augen. Plötzlich stürze ich in mich zusammen.

Sofort fühle ich die Hände einer der Betreuungspersonen auf meinem Rücken. Sie hilft mir aufzustehen und begleitet mich zur Toilette. Danach setze ich mich wieder in den Kreis. Jetzt aber scheint der Kreis mit Energie gefüllt zu sein. Es macht mich ekelhaft unrund, es scheint als könnte ich den Kreis nicht aushalten, deshalb versuche ich mich hinauszuschleichen. In einer Ecke hülle ich mich ein, so schlecht fühle ich mich.

Schütteln

Und wieder kommt ein Betreuer und sagt zu mir: „Du musst zurück zum Kreis gehen, wir brauchen dich dort.” Ich seufze tief und stolpere zurück. Ich entscheide mich aufrecht auf der Matratze zu sitzen und hoffe mich dadurch weniger übel zu fühlen. Plötzlich befinde ich mich in der Missionarsstellung, und fasse automatisch meine Füsse an. Zum Rhythmus der Musik beginnen meine Beine sich schnell auf und ab zu bewegen. Ein bisschen wie Schamanen es tun, wenn sie sich in einem tiefen Trancezustand befinden. Ich wippe wie verrückt auf und ab. Alles in meinem Körper beginnt zu zittern: als ob die Zellen in meinem Körper in Vibration versetzt werden, um alte Schmerzen und Gifte loszuwerden. Sogar mein Unterkiefer klappert im Rhythmus der Musik. Man kann die Vibrationen im ganzen Kreis spüren.

Überrascht aber lächelnd, schaue ich den Schamanen an. Er nickt, um anzudeuten, dass ich einfach loslassen muss. Ich wippe einmal so stark, dass ich fast in der Luft schwebe und vom Boden abhebe. Das komische daran ist, dass es überhaupt keiner Anstrengung bedarf: es scheint als ob die Vibrationen von der Musik und der Energie des Kreises kommen.

Reise

Ich habe natürlich schon einige psychedelische Reisen in meinem Leben gemacht, aber eine derartig intensive körperliche Reaktion – in der man scheinbar Kräfte hat, die man nüchtern nicht hat – habe ich noch nie erlebt. Nachdem ich ungefähr zehn Minuten zitterte, beruhigte ich mich. Und dann begann ein fantastischer Trip, in der ich in die Spirale des Lebens abstieg, die Quelle unserer Existenz – die unverkennbar weiblich ist. Es ist sehr nett eine Weile dort zu sein, dann komme ich wieder zurück.

Diese Erfahrung überschreitet alle anderen psychedelischen Erfahrungen und war es auf alle Fälle wert. Es war ausserdem sehr angenehm, dass ich gut begleitet und geführt wurde: kein unnötiger Luxus!



Geschrieben von: Sofie



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