BlogHolländische Regierung gegen die Zerstörung von Schlagmohnfeldern
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Holländische Regierung gegen die Zerstörung von Schlagmohnfeldern

31-01-2007

Die niederländische Regierung versucht den Plan von President Karzai, Mohnfelder in Uruzgan zu vernichten, zu vermeiden. Letzte Woche besuchte die Ministerin der Holländischen Entwicklungscooperation van Ardenne ihre Truppen im Süden von Afghanistan. In einem formalen Setting mit Uruzgans Gouverneur stellte sie klar, dass sie nicht die Politik Karzais, nach der sämtliche neu-angelegten Schlagmohnfelder zerstört werden sollen, ausführen werde.
Ihre Position brachte sie in eine offene Meinungsverschiedenheit mit dem holländischen Verteidigungsminister Kamp. Dieser versteht die Vernichtung der Schlagmohnfelder als Möglichkeit die Opiumproduktion zu bekämpfen. Aber Ardenne vermutet, dass dies das Vertrauen zwischen den ansässigen Bauernfamilien und den holländischen ISSAF-Truppen beeinträchtigen könnte. Sie ist der Meinung, dass eine Zertörung der Opiumfelder eine stärkere Taliban zur Folge hätte. Sie meint es ist unwünschenswert für holländische SoldatInnen eine Rolle in dieser Zerstörungspolitik zu spielen, weil es die positiven Effekte ihrer Wiederaufbaupolitik negieren würde. Abgesehen davon ist eine solche Maßnahmen gegen die Mohnproduktion nur dann erfolgreich sein können, wenn sie sich nicht nur gegen die Bauern/ Bäuerinnen, sondern auch gegen die DealerInnen selbst richten. Weiters muss den Bauern/ Bäuerinnen eine Alternative geboten werden muss, mit der sie eine Einnahmequelle erhalten können.
Auf der anderen Seite sagt Minister Kamp, dass die holländischen Soldaten die Regierung Karzai unterstützen müsse. „Wenn die afghanische Regierung eine Politik der Opiumbekämpfung verfolgt und die holländischen Truppen diese Regierung 100% unterstützen, dann muss das Stoppen des Opiumanbaus ein Teil dieser Unterstützung sein.“
Die afghanische Opiumernte, wird geschätzt, trägt mehr als 90 Prozent der weltweiten Heroinproduktion ein und es wird angenommen, dass es die finanzielle Haupteinnahmequelle der Taliban darstellt. Letztets Jahr ist die Produktion um beinahe 50% gestiegen.
Transnationales Institut für Drogen und Demokratie
Holländischer Drogenexperte Martin Jelsma ist mit der Haltung von Ardenne einverstanden. Jelsma ist der Koordinato von dem in Amsterdam gegründeten transnationalen Institutes für Drogen und Demokratie. „ Die Taliban sind nicht direkt in die Kultivation des Schlagmohns involviert, aber sie schneiden durch eine Art „inoffizielle Versteuerung, beziehungsweise durxh die Strassenkontrollen am Gewinn mit.“ MartibDutch drugs expert Martin Jelsma agrees completely with Ardenne.
Jelsma sagt, dass die Zerstörung der Uruzgans Opiumfelder die Totalproduktion Opiums nicht echt beeinträchtigen wird, da der weltweite Opiumhandel sehr stabil ist. Auch der Kampf gegen die kolumbianische Koka Kultivation hat eine Menge negativer Seiteneffekte. Pestizide die von der Luft aus auf die Felder gesprüht werden töten nicht nur die Kokapflanzeaber, sondern auch andere Felder und kann noch dazu die Wasservorräte vergiften.
Furthermore, farmers are being driven into the arms of Colombia's FARC rebel movement, which offers them a basic income.'
Quellen:
trouw 31-01-2007
wereldomroep
radio Nederland


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